Affektive Störungen

Mit „Affektiven Störungen“ ist eine Gruppe von psychischen Störungen gemeint, die sich vor allem durch eine bedeutsame Veränderung der Stimmungslage auszeichnen.

Die Grundstimmung kann in Richtung Depression gedrückt oder in Richtung Manie gesteigert sein. 

Für die Diagnose werden Antrieb, Spontaneität, vegetative Funktionen (Schlafbedürfnis, Appetit, Libido) und soziale Interaktionen mitbetrachtet. Ebenso können gleichzeitig Störungen des formalen oder inhaltlichen Denkens und der Wahrnehmung auftreten.

Zu den „affektiven Störungen“ zählen im Wesentlichen:

Manie

  • Die Manie zeichnet sich aus durch übermäßige und der Situation nicht angemessene freudige Erregung oder auch durch eine Gereiztheit bei einer übermäßig gesteigerten Anzahl von Aktivitäten. Sie kann ohne und mit psychotischen Symptomen auftreten. Eine schwächere Form der Manie wird als Hypomanie bezeichnet.

 Depression

  • Eine übermäßig niedergeschlagene Stimmungslage mit Energielosigkeit und Freudlosigkeit ist für die Depression charakteristisch. Ihre Ausprägung kann leicht, mittelgradig oder schwer sein.

 Bipolare Störung

  • Zustände der Manie und der Depression können auch mehr oder minder regelmäßig abwechselnd auftreten. In einem solchen Fall spricht dann von einer „bipolaren Störung“. Früher wurde die bipolare Störung auch als „manisch-depressive Erkrankung“ oder »Zyklothymie« bezeichnet.
     
     

Literatur:

  • Bräunig, P. & Dietrich, G. (2004). Leben mit bipolaren Störungen. 
  • Hautzinger, M. (2006). Ratgeber Depression. Informationen für Betroffene und Angehörige. 
  • Hoffmann, N. & Hofmann, B. (2002). Depression. Informationsmaterial für Betroffene und Patienten. 
  • Wittchen, H.-U. et al. (1995). Depression: Wege aus der Krankheit. Hexal-Ratgeber. 
  • Wormer, E. (2003). Bipolar. Depression und Manie. 
     

Weiterführende Links:

www.kompetenznetz-depression.de

www.depressionen-depression.net

www.buendnisgegendepression-darmstadt.de