Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie meint die professionelle Behandlung psychischer Störungen mit Hilfe wissenschaftlich anerkannter Verfahren (z. B. Verhaltenstherapie, analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Gesprächspsycho-therapie). Psychotherapie beinhaltet bewährte Methoden wie Gespräche und Verhaltensübungen.

Ich arbeite nach der Verhaltenstherapie.

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren und basiert auf der Lerntheorie. Die Grundidee ist, dass einmal erlernte Verhaltensweisen auch wieder verlernt werden können. Verhaltenstherapeutische Arbeit setzt an der Veränderung im Denken, Fühlen und Verhalten an.

Ausgangspunkt sind konkrete, individuelle Probleme und Beschwerden.

Patienten werden dazu angeleitet, sich zielgerichtet und lösungsorientiert mit ihren Gefühlen, Denk- und Verhaltensmuster auseinanderzusetzen.

Psychotherapie ist nicht immer kurz, aber zeitlich doch begrenzt.

 

Wann sollte ich (nicht) zum Psychotherapeuten?

„Faustregeln“: 

Eine Therapie ist immer dann sinnvoll, wenn Sie …

  • in einer schwierigen Lebenssituation oder Krise stecken
  • unter Konflikten mit Mitmenschen leiden
  • freudlos, mutlos sind und kaum noch Antrieb verspüren
  • nicht mehr wissen, wie Sie "wieder Land sehen können"
  • unter Zwängen, Ängsten, Sorgen und Kummer leiden
  • mit Anspannung, Erschöpfung, Leistungsdruck, und Stress kämpfen
  • unter körperlichen Beschwerden leiden, für die sich keine medizinische Erklärung findet
  • und, wo …
  • Sie das Gefühl haben, mit Ihren Problemen nicht mehr fertig zu werden,
  • gut gemeinte Ratschläge von Freunden Sie nicht mehr weiterbringen,
  • „Zähne zusammenbeißen“ nicht mehr hilft

und kein einziges der so genannten „Ratgeberbücher“ mehr greift.


Psychotherapie hilft nicht, …

  • andere Menschen zu ändern
  • unveränderbare Situationen und Rahmenbedingungen zu ändern (Vergangenheit, Körpermerkmale, Wetter, politische Situation … )

Aber Sie sind nicht völlig machtlos. Sie können den Umgang mit diesen unveränderbaren Menschen und Situationen verändern. In einer Psychotherapie entwickeln wir hierfür gemeinsam Ansatzpunkte und Perspektiven. 

 

Wer macht was?

 „Psychologischer Psychotherapeut“:

  • „Psychologische Psychotherapeuten“ (PP) behandeln psychische Störungen von Erwachsenen ab 18 Jahren. „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten“ (KJP) behandeln Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, aber keine Erwachsenen.
  • Die Berufsbezeichnung „Psychologischer Psychotherapeut“ bzw. „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut“ ist in Deutschland rechtlich seit 1999 durch das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) geschützt. Zur heilkundlichen Durchführung von Psychotherapie ist eine Approbation erforderlich. Dieser geht eine mindestens dreijährige Zusatzausbildung voraus.

 
„Psychiater“:

  • „Psychiater“ sind Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Im Gegensatz zu Psychologischen Psychotherapeuten haben Sie die Befugnis, Patienten arbeitsunfähig zu schreiben, Heilmittel zu verordnen (z. B. Logopädie, Ergotherapie und Soziotherapie). Darüber hinaus haben sie die Kompetenz, Psycho-pharmaka zu verordnen oder Patienten in eine stationäre psychotherapeutische und psychiatrische Behandlung zu überweisen.

 
„Psychologe“:

  • Der Begriff „Psychologe“ ist ebenfalls rechtlich geschützt. Hierunter fallen Personen, die ein Studium der Psychologie mit einem Diplom- oder Masterabschluss erfolgreich beendet haben. Psychologen haben die Fachkunde zur Beschreibung, Erklärung und Vorhersage menschlichen Erlebens und Verhaltens. Sie sind jedoch nicht berechtigt zur heilkundlichen Durchführung von Psychotherapie.